Wataru Tominaga - Fashion Week Berlin - F/S 2017

Rückblick: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Frühjahr/Sommer 2017

Die Fashion Week in Berlin ist vorbei, der Trubel nimmt langsam ab, Einkäufer, Redakteure und Aussteller reisen ab. Was war in den letzten fünf Tagen in der Hauptstadt los? War es eine erfolgreiche Woche?

Die Schauen

Neben dem Eisstadion und dem me Colectors Room fanden die Präsentationen im Kronprinzenpalais statt. Die schönste Kollektion hatte, mal wieder kann man ja schon fast sagen, Marina Hoermanseder. Sie entwickelt sich langsam zum Star der Modewoche. Überrascht haben aber auch Perret Schaad mit ihrem Modefilm und lala Berlin mit der schönsten Location über den Dächern von Berlin.

Die Trends

Prints, Prints, Prints. Und Basics. Na gut, Berlin war schon immer ein recht tragbarer Modestandort. Aber im kommenden Frühjahr wird es besonders tragbar. Außerdem freuen wir uns auf Farben, von Lachs bis Königsblau, auf abstrakte Drucke, Over-Size und Taillierungen. Außerdem dabei: ein bisschen mehr Mut und Spaß an der Sache.

Die Messen und Events

Die Premium war mal wieder ein voller Erfolg für Einkäufer und Presse. Aber auch die Bright, Seek und Panorama können sich über Besucherandrang freuen- und auch in Sachen Events und Partys ging ordentlich die Post ab!

Natürlich in aller Munde: Die Opening-Party von den Jungs von Dandy Diary. Sorry, aber dagegen haben andere Side-Events irgendwie keine Chance, außer vielleicht die Party vom Zeit Magazin.

Die Blogger

Non-stop auf Snapchat unterwegs sind viele Influencer und Blogger ja sowieso schon. Zur Fashion Week hat man dann das Gefühl, es kommt noch mal der ein oder andere Snap mehr in die Story. Das hat eigentlich nur Positives. Wer nicht vor Ort sein kann, kann sich neben dem Livestream der Lieblingsshow auch die Geschichte des Lieblingsbloggers anschauen. Außerdem: Was nervt, kann einfach weggetippt werden, zum Beispiel Party-Snaps in dunklem Club mit verzerrtem Elektro.

Bis zum nächsten Mal, Berlin!

Das Meckern wird weniger. Vielleicht liegt es an den Designern, die sich weiterentwickeln und merklich internationale Luft schnuppern wollen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich ein Großteil derer, die keine Lust mehr auf Berlin hatten, abgewandt haben und Platz machen für die, die Berlin nicht als schäbig und unnütz in der Modebranche erachten, sondern Nachwuchs fördern und Talent unterstützen wollen.