Iris Apfel - Stilikone - New York

Iris Apfel: Die New Yorkerin ist die älteste Stilikone der Welt

Ihr Markenzeichen ist die große, runde Brille mit markantem, schwarzem Rahmen. Iris Apfel ist eine Stilikone und das nicht nur in ihrer Heimatstadt New York. Die 94-Jährige ist spätestens nach dem Dokumentationsfilm „Iris“ von Albert Maysles in der Kreativbranche bekannt. In der kommenden Saison ist sie u. a. gemeinsam mit Toni Garrn das Gesicht des Münchner Traditionsunternehmens Aigner. Was eine betagte Frau als Werbemodel attraktiv macht? „Ihre Haltung“, würde Iris Apfel nun sagen.

Die schwarze Brille ist ihr Markenzeichen

Schlanke Statur, auffälliger Look, Elan und Lebensfreude, so kann man Iris Apfel beschreiben. Die burschikose Kurzhaarfrisur in silbrigem Grau ist gemeinsam mit der schwarzen Brille der Ruhepol ihres Stylings. Auffällige Schmuckstücke und davon nicht gerade wenig machen ihre Looks aus. Allerdings gefällt ihr auch nicht alles an der Mode. Was sie an der Branche am meisten kritisiert? Die zwanghafte Jugendlichkeit. Alle wollen für immer jung bleiben, nur niemand kann es, zumindest nicht äußerlich.

In der Mode hat man mit 50+ das Zeitliche gesegnet, denn für ältere Menschen, die mehr tragen möchten, als unifarbene Stoffhosen und Poloshirts, gibt es nichts. Iris findet aber trotzdem einen Weg ihren Stil umzusetzen. Sie ist innerlich jung geblieben und trägt diese Einstellung nach außen. Sie kleidet sich so, wie es ihr gefällt und lässt sich von der Meinung Anderer nicht beeinflussen. Für sie ist nur wichtig, dass sie sich in ihren Outfits wohlfühlt. Und, dass sie ihrem Mann gefielen. Ihr Ehemann Carl verstarb im letzten Jahr kurz vor seinem 101. Geburtstag. Gemeinsam waren sie das wohl stylischste Paar Amerikas.

Iris Apfel – und Carl: Das stylischste Paar von New York

Iris und Carl trafen sich 1947, kurz nach dem Krieg. Im darauffolgenden Jahr heirateten sie und gründeten wenig später ihre Firma „Old World Weavers“. Als Textilunternehmen statteten sie unter anderem das Weiße Haus und das Metropolitan Museum in New York aus. Gemeinsam leiteten sie die Firma bis zum Verkauf 1992.

Im Jahr 2015 verstarb Carl, seitdem bestreitet Iris Apfel ihren Weg alleine. Auch wenn so ein großer Verlust schmerzt lässt sie sich nicht unterkriegen. Mit 94 Jahren besucht sie eine Vernissage nach der anderen, ist auf der Fashion Week nicht mehr wegzudenken und wird für ihr außergewöhnliches Stilempfinden noch heute von vielen Kreativen für ihre Meinung geschätzt.

Ein Museum als Kleiderschrank

In New York ist Iris schon lange bekannt wie ein bunter Hund. Über die Stadtgrenzen hinaus erntete sie Anerkennung und Beachtung durch eine Ausstellung im MET. Sie interessierte sich schon immer für Mode und stellte einen Teil ihrer Sammlung zur Verfügung. Ihre Wohnung sieht übrigens aus wie ein Museum, wer hätte das gedacht?

Auch, wenn Iris Apfel in hohem Alter nicht mehr alles zu Fuß erledigen kann, geht sie nach wie vor mit der Zeit. Auf ihrem Instagram-Account folgen ihr fast 300.000 Menschen. Ihr Stil unterstreicht ihre Persönlichkeit und ist alles andere als mainstream. Das gefällt nicht nur Social-Media-Nutzern, sondern auch großen Unternehmen. Die Präsentation der Tasche „Carla“ aus dem Hause Aigner wird mit Sicherheit nicht das letzte Großprojekt der Amerikanerin gewesen sein.