Seit 1666 ist der Begriff Richelieu-Louvoi in Frankreich für eine nahezu unzählbare Menge gesammelten Wissens und Erfahrung bekannt. Die ehemalige Nationalbibliothek ist eine der wohl am vollständigsten Bibliotheken der Welt. Das Gebäude hat eine inzwischen über 350 Jahre alte Vorgeschichte. So hat sich die Bibliothek in den vergangenen Jahrhunderten stetig gewandelt und wurde durch renommierte Architekten und Künstler zu dem gemacht, was sie heute ist: ein absolutes Highlight.

Namenhafte Architekten wie Henri Labrouste und Jean-Louis Pascal entwarfen die verschiedensten Ideen, die sie in den unterschiedlichen Abschnitten umsetzten. Jetzt hat die Bibliothèque nationale de France als eine der schönsten Bibliotheken der Welt eine weitere Renovierung hinter sich, die nach über fünf Jahren eine alte Dame in einem neuen Kleid präsentiert.

Neueröffnung nach 5 Jahren Renovierung

Nachdem bekannt wurde, dass das alte Gebäude der Bibliothèque nationale de France für die heutigen technischen Anforderungen ungeeignet ist, wurden Anfang des 21. Jahrhunderts die letzte Renovierung geplant, die sich aus zwei Abschnitten zusammensetzt. Um die Bibliothek während der Renovierungsmaßnahmen zumindest teilweise offen zu halten und den Betrieb weiterhin zu gewährleisten, wurde die Generalleitung des Projekts an das Architektenbüro von Bruno Gaudin übergeben. Die Restauration des „Salle Labrouste“ wurde Jean-Francois Lagneau anvertraut, einem Pariser Architekten vom Boulevard Saint-Germain.

Im ersten fertigen Abschnitt der Bibliothek vereint sich die antike Handwerkskunst mit klaren, fließenden Linien der Gegenwart. Die damals noch von Henri Labrouste gestalteten Hallen wurden modernisiert und erweitert, um den Standards der heutigen Zeit zu entsprechen. In Kombination mit modernster Technik zeigen sie die einzigartigen Emotionen, die bereits vor mehreren Jahrhunderten in das Gebäude geflossen sind. Es ist eindeutig zu sehen, wie überraschend gut sich das alte Holz der Bibliothèque nationale de France mit den schlichten Linien aus Edelstahl und Glas vereinen ließen.

Neben der Zusammenführung der alten Räume mit neuer Gestaltungskunst wurden einige Räumlichkeiten komplett überarbeitet bzw. neu hinzugefügt. Dies verhilft der Bibliothek neben den alten geschwungenen Linien zu einigen deutlich schlichteren Zimmern, die sich absolut nicht nach einer 350 Jahre alten Bibliothek anfühlen, sich aber – erstaunlicherweise – wunderbar in das Gesamtspektrum der Räumlichkeiten einfügen.

Die Bibliothèque nationale de France erstrahlt im neuen Glanz

Nach nun über fünf Jahren der Renovierung erstrahlt die Bibliothèque nationale de France im neuen Glanz. Den Beteiligten nach ist die erste Modernisierungsphase erfolgreich verlaufen, soll aber noch bis ins Jahr 2020 andauern. Dennoch erstrahlt die Bibliothek schon jetzt in neuem Glanz – und hat einen gewaltigen Schritt in Richtung Gegenwart gemacht, ohne die Spuren der Vergangenheit zu verwischen.

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