Stable - West Flanders - Studio Farris Architects 1

Klotz für Klotz: Kreative Raumgestaltung im Jenga-Stil

Treppen sind eine Philosophie für sich. Es gibt nicht nur die unterschiedlichsten Materialien, wie z. B. eine Massivholztreppe mit Geländern und Wangen aus Stahl oder Edelstahl, sondern auch die Bauformen – von Spinel-, über Bogen-, bis hin zur Wendeltreppe – können unterschiedlicher nicht sein. Sicher ist jedoch, eine Treppe sollte nicht nur zweckmäßig sein, sondern auch das Auge des Betrachters erfreuen. Es macht also Sinn, die Treppe von Baubeginn an im Blick zu haben.

Ein Ansatz, den auch das Antwerpener Studio Farris Architects beim Umbau eines in Westflandern, Belgien, liegenden Bauernhofs verfolgt hat. Hier sollte eine alte Scheune zu einem geräumigen Bürokomplex mit klaren Strukturen umgebaut werden.

Massive Holztreppe als funktionales Gestaltungselement

Zu Beginn des Umbaus wurde die aus den frühen 1900er Jahren stammende Scheune aufgeklart und Fußboden und Wände mit Beton verputzt. Um die offene Struktur nicht zu gefährden, entschieden sich die Architekten für ein Box-in-Box System, sodass ein Büroraum, ein Konferenzraum, eine Bibliothek und ein Ruhe bzw. Lesebereich entsteht.

Möglich macht das eine Treppe, deren Bauform auf dem ersten Blick dem Geschicklichkeitsspiel Jenga gleicht. Durch die massiven Holzbausteine dient die Treppe nicht nur zum Erreichen der zweiten Etage, sondern ist sowohl Trennwand, Bücherregal und Stütze für die Zwischendecke zugleich. Auch bietet sie weitere Sitzmöglichkeiten für den modularen Tagungsbereich.